Was hilft gegen Karies - Zahnarzt Dr. Budweg 2016

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Was hilft gegen Karies

Spezielle Infos > Ernährung - Zucker - Karies
Plaque entfernen:

Plaque (weicher, weißlicher Zahnbelag) ist schwer mit bloßem Auge zu erkennen, lässt sich aber gut anfärben und ist dann auch in versteckten Nischen gut zu erkennen.

Plaque muss 'weggekratzt' werden. Dazu sind Bürsten, Zahnhölzchen oder gespannte Fäden (Zahnseide) notwendig. Spülungen oder Wasserstrahlen (Mundduschen) sind nicht in der Lage,  Zahnbeläge zu lösen. An allen Stellen, die nicht von 'harten' Reinigungsgeräten regelmäßig erreicht werden, kann sich der Plaque ungestört entwickeln und Karies verursachen.


Zucker vermeiden:

Wenn Sie keinen Zucker zu sich nehmen bekommen Sie auch keine Karies. Leider lässt sich Zucker nicht vermeiden, denn heutzutage findet er sich in nahezu allen Nahrungsmitteln. Sie dürften dann nichts aus der folgenden (unvollständigen) Liste essen oder trinken:

Marmelade, Gelee, Honig, Kuchen, Kekse, Gebäck, Waffeln, alle Süßigkeiten, auf denen nicht draufsteht :'zuckerfrei', Eis, alle Softdrinks (Cola, Fanta, usw.), alle Fruchtsäfte, auch diejenigen, die mit 'ungesüßt' gekennzeichnet sind, Früchte (frisch, Konserven und getrocknet), Soßenzubereitungen (z.B. enthält Tomatenketchup bis zu 50% Zucker), Fruchtjoghurt, Müsli, und, und , und . . . (vgl. 'Zuckertabelle')


Zeitfaktor:

Da es unrealistisch ist, Zucker ganz zu vermeiden, weil in praktisch allen Mahlzeiten Zucker enthalten ist, sollten Sie zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten und Getränke unterlassen oder zumindest sehr stark einschränken. Damit geben Sie Ihrem Speichel Zeit zur Reparatur der beginnenden Zahnschäden. Süßigkeiten sollten Sie, wenn es sich nicht vermeiden lässt, nur einmal am Tag und dann alle auf einmal essen.


Keilförmige Defekte (Flache oder keilförmige Substanzverluste im Bereich der Zahnhälse und an den Zahnaußenflächen):

Der Zahnschmelz wird durch Säuren oberflächlich angegriffen. Säuren entstehen in den Zahnbelägen, wie bereits beschrieben, aus Zucker. Aber auch durch Säure im Essen und Trinken wird der Zahnschmelz oberflächlich angelöst. Säurehaltig sind:

Alle Früchte und deren Säfte, vor allem Zitrusfrüchte (Orangensaft), Wein (besonders die trockenen Sorten), Alles was Vitamin C enthält (Vitamin C = Ascorbinsäure - aber: Vitamin C ist, wie alle anderen Vitamine auch, lebensnotwendig), Multivitaminpräparate, Salatsoßen usw. (Vgl. Zuckertabelle)

Sie sollten aus diesem Grund unmittelbar nach Säurekontakt (auch nicht nach Erbrechen) nicht die Zähne mit der Zahnbürste bearbeiten. Es besteht sonst die Gefahr, dass Sie die oberflächlich aufgeweichte Zahnsubstanz abtragen und es allmählich zu flächigen Zahnschmelzdefekten kommt. (Besser mit Wasser spülen und frühestens nach einer halben Stunde putzen.)

Putzen sollten Sie Ihre Zähne auf jeden Fall morgens vor dem Frühstück und sehr gründlich abends eine halbe Stunde nach der letzten Mahlzeit. Danach natürlich nichts mehr essen und nichts mehr trinken, was Zucker enthalten könnte.


Schmelzhärtung

Fluoride machen die Zähne widerstandsfähiger gegen Säureangriffe. Kinder ab 4 Jahren und Erwachsene sollten Zahnpasta mit Fluorid benutzen. Fluorid dringt von außen in die Zähne ein und härtet sie.

Weitere Schutzmaßnahmen für die Zähne sind professionelle Zahnreinigung (Prophylaxe), Fissurenversiegelung, langzeitig desinfizierend wirkende Zahnpasten, Beseitigung von Überständen an Füllungen und Kronen u. a.

Mit vorsorgender Behandlung (Prophylaxe) und gezielter intensiver Pflege zu Hause ist es möglich, Karies und damit  unwiderruflichen Zahnsubstanzverlust zu verhindern.

© Dr.Budweg

 
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