Ernährung - Zucker - Zahnarzt Dr. Budweg 2016

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Ernährung - Zucker

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Der Zuckerverbrauch in Deutschland beträgt jährlich etwa 36 Kg pro Person (2004/05). Das bedeutet, im Durchschnitt  isst (und trinkt) jeder Deutsche etwa 100 Gramm Zucker täglich. Kennen Sie auch die Sprüche: "Zucker ist Nervennahrung" und "Zucker braucht man für schnelle Energie"? Beides stimmt nicht, im Gegenteil, Zucker (Saccharose) ist zum Leben nicht notwendig sondern eher schädlich. Anzustreben wäre mindestens eine Halbierung des Zuckerverbrauchs auf 50 Gramm pro Tag.

Wie sieht die ideale Ernährung für Menschen aus? Wir Menschen haben uns aus affenähnlichen Vorfahren entwickelt. Das hat etwa eine Million Jahre gedauert. Dabei haben sich auch unsere Verdauungsorgane an die 'neuen' Lebensumstände angepasst. So etwas geht sehr langsam. Man kann sagen, dass sich in den letzten 10.000 Jahren nichts wesentliches mehr verändert hat. Unser Verdauungssystem ist also noch dasjenige unserer steinzeitlichen Vorfahren. Seit dieser Zeit wurden aber einige Erfindungen gemacht, die unsere Ernährung grundlegend verändert haben. Das sind vor allem der Ackerbau, die Keramik und die Haustierzucht.

Unser Verdauungssystem ist also nicht angepasst an den Genuss von Getreide, gekochtem Essen und (fettreichem) Fleisch von Haustieren. Stattdessen müssten wir eigentlich viel rohes Gemüse essen, sowie Früchte, Wurzeln und Knollen, wenig mageres Fleisch (v.a. Wild, Vögel) und Fisch. Dem entsprechen auch in etwa die Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung  (in Schlagworten): - Viel Stärke (mehr als die Hälfte des Energiebedarfs), wenig Zucker, - nicht mehr als 30% Fett, - nicht zu viel Eiweiß.  

Der Haushalts-Kristallzucker (= Saccharose = Rohrzucker = Würfelzucker = Kandis = Raffinade = Puderzucker) ist also deshalb so schädlich, weil unser Verdauungssystem nicht auf so große Mengen davon eingestellt ist, wie sie heute täglich gegessen werden (s.o. und  Zuckertabelle).

Menschen haben eine natürliche Vorliebe für die Geschmacksrichtung Süß. Die stammt aus einer Zeit als unsere Vorfahren Zucker nur aus süßen Früchten und Honig bekommen konnten, also viel umständlicher, seltener und weniger als gegenwärtig. Darüber hinaus wird der übermäßige Verzehr von Zucker heutzutage antrainiert und anerzogen. So werden schon viele Säuglinge durch gesüßte Kindertees und Säfte in ein 'süßes' Leben gelenkt.

Gerade bei Säuglingen und Kleinkindern können Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten viel dazu beitragen, die Kinder vor einer schädlichen Geschmacksvorliebe für süß zu bewahren: - So wenig süße Nahrung und Getränke wie möglich; - keine Süßigkeiten als Belohnung, als Mitbringsel oder zur Beruhigung!

© Dr.Budweg

 
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